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Meine Ahnen

Johannes Schmucker 

Ich sitze da und kann ihre Stimmen immer deutlicher hören, ihre Präsenz immer deutlicher spüren. Ihre Anwesenheit reinigt die Gedanken, sie öffnet das Herz. Sie füllen den Raum mit ihrer Präsenz, ihrem Wissen ihrer Erfahrung. Für mich fühlt es sich an, als würde sich der Raum um mich verdichten eine Art Spannung entsteht auf meiner Haut, so als würden Sie mich alle zur gleichen Zeit berühren berühren. All diese Dinge finden statt außerhalb unserer Zeit. Sie stehen mir immer zur Seite, aus ihnen durch sie schöpfe ich das Urvertrauen, die Kraft der Liebe. Oft vergesse ich, dass sie immer da sind, oft vergesse ich einfach sie zu fragen, oft vergesse ich was ich wirklich selber will, was meine Seele will, was ich will, wenn ich in Kontakt bin zwischen Himmel und Erde. Sie sorgen stets gut für mich, denn sie unterstützen mich voll in den Dingen, die im Einklang sind mit mir, im Einklang mit meinem Wollen im Einklang mit meiner Seele. Sie entscheiden gemeinsam in ihrer Runde wessen Erfahrung mich am besten trägt, sie tun dies aus einem tiefen Wissen heraus in gegenseitiger Achtung voreinander, getragen von dem Wunsch mich gut zu begleiten. Ich sehe ihre Gesichter, ihr mir zugewandtes Lächeln, es sind so viele .

Es kommt der Moment wo es an der Zeit ist mich ihnen anzuvertrauen, ins Boot des Lebens zu steigen, das für mich als ihr Geschenk in der Brandung liegt um damit auf  dem Ozean der Liebe mein Glück zu finden. Der Mast aus Buchenholz, das Ruder aus Eiche.

Hans im Glück der sieben Tore durchschreitet um zurück zu gelangen.

Ich darf mich ihnen anvertrauen, ich darf sie alles fragen, ich bekomme immer Antwort, sie freuen sich, dass ich sie  sehe, sie freuen sich sehr; ich freue mich sehr. Ich wende mich um, weiß sie in meinem Rücken, spüre ihre Kraft, meine Verbindung mit ihnen allen, sie durchströmt mich, all ihre Kraft, fließt durch mich, welch ein Geschenk, welch ein Erbe. Ich wende mich dem Leben zu, meine Ahnen hinter mir und sehe grünes, fruchtbares, neues Land. Es lädt mich ein, ich bin bereit es zu betreten, erfüllt von tiefer Dankbarkeit übertrete ich die Schwelle. Ich sehe meine Kinder und die Kinder meiner Kinder und deren Kinder,  es ist  ein schönes kraftvolles Bild, ich bin verbunden, ich gehöre dazu. Danke für diese Fülle.

Ich betrete dieses Land, diese Erde in der sie liegen.

 

 

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Stand: 27 April 2008